Es ist wirklich etwas Besonderes, dass ich mich mit meinem Bruder Pascal „Päscu“ so gut verstehe. Wir haben schon mehrere wunderschöne Reisen miteinander erlebt – voller gemeinsamer Erlebnisse, Lachen und echter brüderlicher Harmonie. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Schami
Reise - Motto: „Zwei Brüder, ein schwarzer Bulli – und jede Menge Spass und Unsinn im Gepäck!“
Schami
13. Dezember 2025: erster Reisetag.
Endlich geht’s los! Früh am Morgen – also zu einer Zeit, die eigentlich nur Bäcker und Zugvögel kennen – hab ich meinen Bruder Päscu eingesammelt. Der Kaffee war stark, die Augen noch halb zu, aber die Vorfreude riesig.
Unsere erste Teiletappe führt uns von Bern über Waldshut hinein nach Good Old Germany und weiter bis Memmingen. Der Bulli Lundi schnurrt, die Playlist läuft und passt, und wir sind gespannt, was uns am Etappenziel erwartet.
Ob Memmingen mehr ist als nur ein Punkt auf der Landkarte? Wir werden’s herausfinden – vielleicht mit einer Brezn in der Hand und einem Lächeln im Gesicht. 😄🥨
„Memmingen, im bayerischen Allgäu gelegen, ist eine charmante Altstadt mit gut erhaltener Stadtmauer und historischen Gebäuden. Zu den Highlights zählen der prachtvolle Marktplatz mit dem Rathaus im Renaissance-Stil, die imposante Stadthalle und die Kirchen St. Martin und St. Josef. Besonders sehenswert sind die zahlreichen Brunnen, Gassen und Tore, die an die mittelalterliche Vergangenheit erinnern.
Wettermässig war die Fahrt sehr durchzogen. Die einzige Ausnahme bildete ein kurzer, sonniger Lichtblick auf der Nordseite des Juras. Danach tauchten wir erneut in dichten, teils sehr hartnäckigen Nebel ein. Auch im weiteren Verlauf blieb das Wetter wechselhaft – von neblig über stark neblig bis wieder zurück zu neblig.
Den Standplatz in der Stadt Memmingen fanden wir schnell und waren in kürzester Zeit eingerichtet. Witterungsbedingt, aber gut warm angezogen, machten wir uns umgehend zu Fuss auf den Weg in Richtung Memminger Altstadt.
Es wurde nicht zu viel versprochen: Die Altstadt von Memmingen ist wirklich eine Reise wert. Auch kulinarisch konnten wir aus dem Vollen schöpfen – das Abendessen überzeugte auf ganzer Linie und rundete den Tag perfekt ab.
14. Dezember 2025: zweiter Reisetag.
Der Tag hat wunderbar begonnen – zwar etwas kühl, aber die Heizung im Bulli schnurrte gemütlich vor sich hin. Wir frühstückten entspannt, bevor wir uns auf den Weg nach München machten.
Dort angekommen, an unserem eigentlich geplanten Ziel an der Allianz Arena, gab es gleich den ersten Dämpfer: Heute ist Spieltag. Das bedeutete, dass der Stellplatz nicht genutzt werden konnte. Kurzerhand Park4Night konsultiert und einen neuen Stellplatz ausgesucht – der sich leider als totaler Flop herausstellte, denn vor Ort gab es schlicht nichts mehr. Danke dafür, Park4Night.
Also ging die Suche weiter, und schließlich wurden wir fündig. Der Stellplatz erinnerte allerdings eher an eine Müllhalde oder einen Werkhof. Toiletten waren zwar vorhanden und sogar neu, aber leider ziemlich versifft.
Uns war schnell klar: Hier bleiben wir nicht lange. In kürzester Zeit saßen wir wieder im Bus und anschließend in der S-Bahn. Die Deutsche Bahn machte ihrem Ruf einmal mehr alle Ehre – Verspätung inklusive. Als Krönung kam hinzu, dass wegen Gleisarbeiten ein Teil der Strecke gesperrt war und wir einen Umweg fahren mussten. Doch damit nicht genug: Eine Station der Umleitung konnte nicht angefahren werden, da in einem Bahnhof ein Kabelkanal gebrannt hatte. Über die Lautsprecher kam zur Beruhigung der Fahrgäste sinngemäß die Durchsage, dass starker Rauchgeruch kein Problem für diesen Zug darstelle. Aha.
Nach einer ziemlichen Odyssee erreichten wir schließlich – oh, wie schön – den Marienplatz. Wir schlenderten ein wenig über den Weihnachtsmarkt, bevor wir weiter Richtung Hofbräuhaus und Hard Rock Café zogen. Im Hofbräuhaus waren wir natürlich nicht allein, doch es war gemütlich, mit wechselnden Gruppen an langen Tischen zu sitzen und über Gott und die Welt zu reden.
Um es nicht weiter in die Länge zu ziehen: Unser krönender Abschluss war ein wunderbares, klassisch deutsches Nachtessen im Brauhaus von Schneider Weisse.
15. Dezember 2025: dritter Reisetag.
Auch heute Morgen lag noch dichter Nebel über allem, begleitet von richtig kühlen Temperaturen. Obwohl wir wussten, dass dieser Tag nicht zu den längsten unserer Reise zählen würde, standen wir entspannt auf und gönnten uns ein ausgedehntes Frühstück – ganz ohne Eile, ganz bei uns.
Erst danach brachen wir auf. Nachdem der Haushalt erledigt, alles fein säuberlich abgewaschen und wieder verstaut war, setzten wir unsere Reise fort. Eine kurze Etappe von rund einer halben Stunde führte uns zur weltgrößten Therme nach Erding. Punktgenau zur Öffnung um 10:00 Uhr standen wir bereit, um uns einen ruhigen, wohltuenden Wellnesstag zu gönnen.
Wer die Therme Erding noch nicht kennt, sollte das dringend nachholen. Die Vielzahl an Saunen lässt wirklich keine Wünsche offen und bietet Liebhabern der Saunakultur eine beeindruckende Auswahl. Besonders die Banja, in der regelmäßig intensive Aufgüsse stattfinden, sowie der legendäre Keltenthron mit seinen Fahnenaufzügen genießen hier längst Kultstatus.
Nach rund sechs Stunden verließen wir die Therme angenehm erschöpft – fast schon ein wenig aufgeweicht. Zurück am Stellplatz richteten wir uns ein und nahmen anschließend den Stadtbus von der Therme ins Städtchen Erding.
Dort angekommen, fanden wir uns – wie zu dieser Jahreszeit kaum anders zu erwarten – mitten auf dem Weihnachtsmarkt wieder. Lichter, Düfte und vorweihnachtliche Stimmung begleiteten uns, bevor wir unser Ziel ansteuerten: das uns aus früheren Reisen gut bekannte Erdinger Brauhaus.
Das Essen war ausgezeichnet – ehrliche, gutbürgerliche deutsche Küche, hervorragend zubereitet. Was will man mehr
16. Dezember 2025: vierter Reisetag.
Nichts ist in Stein gemeißelt – aber das war unser Plan für heute.
Lübeck stand auf dem Programm, und das bedeutete zunächst einmal ein gutes Stück Fleißarbeit auf der Straße. Wir sind jedoch perfekt in den Tag gestartet: Noch vor 6:00 Uhr klingelte der Wecker, das Frühstück wurde genüsslich zubereitet, und kurz vor 7:00 Uhr waren wir bereits unterwegs.
Anfangs begleitete uns dichter Nebel, doch im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze – oder wie man früher sagte: der „Zonengrenze“ – kamen wir endlich in die Sonne. Ein schöner Moment und ein echter Stimmungsaufheller.
Heute ist uns dann etwas widerfahren, das man auf deutschen Autobahnen fast nicht für möglich hält: Auf über 800 Kilometern Fahrt standen wir praktisch keinen einzigen Meter im Stau. Man stelle sich das einmal vor! Damit fehlte am Ende wirklich nicht mehr viel, bis wir unseren Stellplatz in Lübeck beziehen konnten.
Nach rund acht Stunden Fahrt erreichten wir schließlich unser Ziel. Das Fahrzeug war schnell geparkt, übernachtungsbereit gemacht – und schon ging es los in Richtung Innenstadt.
Wie könnte es anders sein: Weihnachtsmarkt. Und ja, wir würden sofort unterschreiben, dass Lübeck einen der schönsten Weihnachtsmärkte überhaupt hat. Aber natürlich dreht sich nicht alles nur um Glühwein und Lichter – Essen ist ebenfalls ein großes Thema.
Unsere erste Idee war die Schiffergesellschaft, mit der wir in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Doch leider: komplett ausgebucht. Also Plan B – der Rathauskeller, ebenfalls schon mehrfach bewährt. Wir marschierten frohen Mutes dorthin … nur um festzustellen: geschlossen wegen Umbauarbeiten.
Nun ja – offenbar musste der fast staufreie Tag doch noch „ausgeglichen“ werden. Bestrafung auf sehr hohem Niveau, versteht sich.
Also suchten wir weiter – und dann kam die Eingebung: „Fangfrisch“, ein angesagtes Fischrestaurant in Hafennähe. Volltreffer! Wir bekamen einen Platz und verbrachten dort einen rundum gelungenen Abend mit feinem Essen, viel Gelächter und bester Stimmung.
Der Spruch des Tages war schnell gefunden:
„NICHT DORSCH DREHEN“
Dieser Satz prangt auf den Rücken aller Mitarbeiter-Shirts – und natürlich konnten wir nicht widerstehen und mussten selbst welche kaufen.
Ein rundum gelungener Lübeck-Abend. 😊
17. Dezember 2025: fünfter Reisetag.
Die Zeit vergeht wie im Flug – und dennoch ist es kaum zu glauben, dass bereits der fünfte Reisetag angebrochen ist. Nach einer den Umständen entsprechend ruhigen Nacht auf dem Stellplatz in Lübeck starteten wir entspannt in den Tag.
Wie gewohnt ließen wir es ruhig angehen und bereiteten zunächst unser Frühstück zu. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Puttgarden, wo wir die Fähre nach Dänemark nahmen. Die Überfahrt war kurz und ausgesprochen ruhig – durchgeführt von einer Hybridfähre, deren Namen mir leider entfallen ist.
Unser erstes Ziel in Dänemark war das Wikingermuseum in Roskilde. Das Museum selbst war sehr interessant, allerdings läuft der Betrieb im Winter reduziert. Die Außenwerkstätten, in denen unter anderem die Schiffe nachgebaut werden, waren nur spärlich besetzt.
Nach einem ausführlichen Museumsbesuch fuhren wir weiter zum Absalon Camping, auf dem wir die kommenden fünf Tage verbringen werden. Da wir länger an einem Ort bleiben, bauten wir unseren kleinen Vorbau auf. Prompt nach Sonnenuntergang genossen wir gemeinsam ein Outdoor-Fondue – wie immer ein echtes Highlight.
Trotzdem beschlossen wir spontan, noch einen Abstecher in die Kopenhagener Innenstadt zu machen. Zu Fuß ging es hinunter nach Nyhavn, wo wir uns ein wenig auf den Weihnachtsmärkten umschauten und den einen oder anderen typisch dänischen Gløgg genossen. Für Kopenhagener Verhältnisse war es ein angenehm ruhiger Abend.
Auch für uns war bald Feierabend angesagt. Gemütlich schlenderten wir zum Bahnhof und nahmen die S-Bahn zurück zum Absalon Camping.
18. Dezember 2025 sechster Reisetag
Den Morgen liessen wir ganz entspannt beginnen. Nach einem ausgiebigen Frühstück nahmen wir die S-Bahn in Richtung Innenstadt. Das Wetter zeigte sich zunächst von seiner sonnigen Seite, doch ein frischer Wind trübte die ansonsten angenehm wirkende Temperatur ein wenig.
Vom Bahnhof aus erkundeten wir Kopenhagen zu Fuss: Unser Weg führte uns hinunter nach Nyhavn, weiter über Amalienborg bis zur kleinen Meerjungfrau. Für den Rückweg wählten wir den Wasserbus, der uns wieder nach Nyhavn brachte. Dazwischen liessen wir uns immer wieder zu kleinen Abstechern verleiten – besonders die verschiedenen Gløgg-Buden hatten es uns angetan.
Gegen Abend meldeten sich Rita und Martina, die mit dem Flug aus Basel angekommen waren. Wir verabredeten uns beim Hotel und gingen anschliessend gemeinsam zum Nachtessen.
Mit Tellern voller frischer Meeresfrüchten und guter Stimmung verbrachten wir einen heiteren, fröhlichen Abend in der Kopenhagener Innenstadt. Danach trennten sich unsere Wege wieder, und wir fuhren mit der S-Bahn zurück zum Absalon Camping.
Ein Blick auf den Schrittzähler verriet: über 23’000 Schritte. Kein Wunder also, dass wir ziemlich müde waren.
Gute Nacht.
19 Dezember 2025
siebter Reisetag
Tag sieben unserer Reise – mein Geburtstag.
In diesem Jahr war er etwas ganz Besonderes, denn wir waren von unseren dänischen Freunden eingeladen worden, ihn gemeinsam mit ihnen zu feiern und bei ihnen zu essen.
Den Tag verbrachten wir zusammen mit Martina und Rita in der Innenstadt von Kopenhagen, bevor wir uns am Abend ins äußere Quartier aufmachten, zu unseren Freunden Hansole und May. Dort durften wir einen typisch dänischen Festabend erleben – mit Gløgg und feinen Apéroplatten zum Auftakt.
Anschließend zauberte Hansole in der Küche ein klassisches dänisches Weihnachtsessen: Flæskesteg, karamellisierte Kartoffeln, Rotkraut und natürlich ausreichend Getränke.
Ziemlich müde, aber sehr glücklich über diesen wunderbaren Abend und die gemeinsame Zeit mit lieben Freunden, trennten sich schließlich unsere Wege. Martina und Rita fuhren zurück ins Hotel, während Päscu und ich mit der S-Bahn zum Absalon Camping zurückkehrten.
20 Dezember 2025 achter Reisetag
Tag acht – ganz entspannt:
Wir haben beschlossen, gemeinsam mit Rita, Martina, Inge und Aschi mit dem Zug nach Helsingør zu fahren. Es war eine sehr entspannte Reise in angenehmer, gemütlicher Atmosphäre. In Helsingør besuchten wir das Schifffahrtsmuseum, das ausgesprochen interessant war. Außerdem bummelten wir durch die Innenstadt und ließen alles in Ruhe auf uns wirken. Anschließend ging es entspannt zurück nach Hause – sprich: nach Kopenhagen. Dort ließen wir den Tag bei ein, zwei Gläsern Gloøgg und einem guten Nachtessen im „l’education Nationale“ ausklingen und kehrten schließlich ins Absalon zurück.
21 Dezember 2025 neunter Reisetag
Tag neun unserer Reise
Nachdem wir aufgestanden waren, machten wir uns daran, das Auto reisefertig zu machen. Wir bauten unseren gemütlichen Vorbau ab und verstauten die gesamte Ausrüstung ordentlich im Bulli – so, wie es sich gehört.
Nach getaner Arbeit gingen wir zu Fuß zur S-Bahn-Station und fuhren zum Kopenhagener Hauptbahnhof. Dort verabredeten wir uns mit Rita und Martina beim Hotel. Anschließend standen noch einige Schritte durch die Innenstadt auf dem Programm.
Schon bald war es Zeit, sich zur Axelborg Bodega zu begeben, wo wir uns mit unseren dänischen Freunden zum Mittagessen verabredet hatten. Es war eine kleine After-Birthday-Party in gemütlichem Rahmen. Die Axelborg Bodega ist für uns ein absolutes Muss, wenn wir in Kopenhagen sind.
Und was darf in Kopenhagen natürlich nicht fehlen? Genau – die Stadt ist zu dieser Jahreszeit wunderschön weihnachtlich geschmückt. Eine echte Augenweide! Also machten wir uns alle gemeinsam auf den Weg zum Tivoli.
Viel zu schnell verflog unser letzter Tag in Kopenhagen, denn morgen geht es wieder zurück nach Hause. Es war wie immer ein Burner
22. Dezember 2025 zehnter Reisetag
Zehnter Reisetag
Uns war klar, dass ein langer Fahrtag vor uns lag. Deshalb standen wir bereits um 5:15 Uhr auf – mitten in der Nacht – und machten uns kurz darauf auf den Weg. Auf dem Navi standen stolze 1200 Kilometer bis nach Hause. Unser Ziel war nicht, die gesamte Strecke an einem Tag zu schaffen, aber es wäre ideal, wenn wir zumindest den Löwenanteil hinter uns bringen könnten, zumal wir wetterbedingt ohnehin nichts verpassen würden.
Unterwegs entstand dann ein neuer Plan: Wir rechneten ein wenig und kamen zum Schluss, dass wir es – mit genügend Fleiss – bis ins schöne Elsass nach Ribeauvillé schaffen könnten.
Und genau so kam es. Es war einmal mehr unglaublich: Wir fuhren rund 1000 Kilometer und hatten in Deutschland nicht einen einzigen Meter Stau. Es kam uns fast wie ein kleines Wunder vor.
In Ribeauvillé wählten wir den Camperstellplatz, parkten den Lundi und machten uns zu Fuss auf ins Städtchen. Zuerst gönnten wir uns einen wohlverdienten Apéro, danach ein feines Nachtessen. Nach dem Essen ging es zurück zum Lundi, wo noch ein letzter Absacker wartete – und kurz darauf fielen wir, ziemlich müde, in einen tiefen und erholsamen Schlaf.
23. Dezember 2025 elfter Reisetag
Elfter Reisetag
Der ist wirklich bald erzählt - der letzte Tag der Reise. Es ging nur noch um die letzten 200 Kilometer von Ribeauvillé nach Bern.
Wie immer war es ein schönes Gefühl, wohlbehalten zu Hause anzukommen. Hinter uns liegt eine tolle Reise: 2.800 Kilometer, viel gelacht, gut gegessen und unzählige schöne Erinnerungen gesammelt.